Interview mit Minh-Ly Do

 

1. Du schreibst seit einiger Zeit deine Doktorarbeit bei uns: Worum geht es bei dieser?

Angefangen habe ich mit meinem Doktorstudium im März 2015 an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der empirischen Bildungsforschung. Nach 1,5 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen mit Scheitern gemacht und das Doktorstudium aufgrund von Differenzen bei der Betreuung abgebrochen. Doch ich wollte partout nicht aufgeben! Meine damalige Zweitbetreuerin ist nun meine Doktormutter geworden. Allerdings ist sie Professorin in der Schweiz.

 
So bin ich seit Oktober 2016 als externe Doktorandin an die Universität Bern in die Schweiz gewechselt. Der thematischen Ausrichtung im Bereich der Lehrerbildung bin ich dabei treu geblieben. Ich forsche in meiner Doktorarbeit über die Kompetenzentwicklung von Lehramtsstudierenden in ihren schulpraktischen Phasen in der Schweiz. Das im Längsschnitt konzipierte Dissertationsprojekt untersucht, inwiefern schulpraktische Phasen wirksam sind und wie Lerngelegenheiten von Lehramtsstudierenden genutzt werden.
 
 
2. Was hat dich dazu bewegt, dieses Thema auszuwählen und was fasziniert dich daran?

Na, ich habe doch den besten Nachnamen (Do) für einen Doktortitel! Und nach dem Doktortitel heirate ich einen Mann mit dem Nachnamen „Little“ und bin dann offiziell Frau Dr. Do-Little! Und mit Affen spreche ich jeden Tag 😉 ! Nein, das ist nur mein Running Gag, weil ich sehr oft danach gefragt werde. Ich liebe Herausforderungen und ich wollte unbedingt bei der Schweizer Doktormutter promovieren, weil sie im Bereich der Praxisphasen der Lehrerbildung ein sehr gutes Renommee hat. Ich bin stolz, dass ich von ihr lernen darf.

 

Überdies fasziniert mich bei meinem Thema die Faszination der Anderen. Den Praxisphasen wird von Lehramtsstudierenden stets eine hohe Wirksamkeit und Bedeutung zugeschrieben. Ich habe viele Gespräche mit meinen Studierenden geführt und immer die Begeisterung und den Elan für die Praxisphasen gespürt. Ich hoffe, mit den Erkenntnissen meiner Doktorarbeit auch einen Beitrag zur Modifizierung der Praxiselemente im Lehramtsstudium leisten zu können, um Lehramtsstudierende noch besser vorbereiten zu können.

 
 
3. Welche Rolle hat dabei der Factory Campus als dein Arbeitsplatz gespielt? Wie konnte dein Arbeitsplatz bei der Erstellung deiner Doktorarbeit helfen?
 
Aufgrund der Corona Pandemie wurden die Bibliotheken und der Uni Campus zeitweise geschlossen. Dadurch musste ich auch nicht mehr so oft zur Universität in die Schweiz reisen. So bin ich auf der Suche nach einem neuen (Uni) Campus auf den namentlich perfekt abgestimmten Ersatz – (Factory) Campus – aufmerksam geworden.
 

Der Factory Campus schafft die besten Gelingensbedingungen für effizientes Arbeiten! Ich als Forscherin habe beobachtet, dass der Co-Working Bereich allein über sechs verschiedene Sitzgelegenheiten zum Arbeiten verfügt (Chefsessel, höhenverstellbare Stühle, Bürohocker, Sitzschaukel, Drehstühle, Design Schreibtischstühle). Der Factory Campus hilft mir insbesondere auch bei der Aufrechterhaltung meiner Arbeitsdisziplin, denn Arbeit bedeutet für mich strikt “zur Arbeitsstelle gehen, pünktlich und konsistent”. Obwohl jedes Startup unabhängig voneinander arbeitet, herrscht im gesamten Factory Campus durch das selbstbestimmte Arbeiten der Community eine positive Arbeitsatmosphäre.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle bei dem ganzen Factory Campus Team bedanken für die vielen tollen Aktionen wie z.B. die Sommer Grillfeste oder die vielen Speisen-Kreationen während der Pilotierungsphase des Urban Nature Food Trucks. An warmen Tagen gab es oft auch ein Eis vom Factory Campus Team für alle Member. Solche netten Gesten stellen für das Factory Campus Team Selbstverständlichkeiten dar – für mich jedoch nicht und deshalb bedanke ich mich ausdrücklich für die netten Gesten. Die Organisation dieser Aktionen geht einher mit viel Mühe und zusätzlicher Arbeitszeit.

 

 

 

Dieses Foto entstand in Bern. In Bern steht das Einstein-Haus, wo er die Relativitätstheorie geschrieben hat.

 

Minh-Ly bei einem Vortrag an der Universität zu Köln an Karneval.

 

 

Ein herzliches Dankeschön an Minh-Ly für das tolle Interview!