Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz klingt oft nach Absichtserklärung. Recyclingpapier hier, ein paar Pflanzen da, vielleicht ein Hinweisschild am Drucker. Was wirklich dahintersteckt, wenn ein Bürostandort nachhaltiger sein soll als der Durchschnitt, ist eine andere Frage.
Am Factory Campus in Düsseldorf-Lierenfeld lässt sich das konkret beantworten – nicht als Konzept, sondern anhand dessen, was dort tatsächlich passiert.
Energie: Photovoltaik als Baustein für ein nachhaltiges Büro
Seit 2021 erzeugt die Photovoltaikanlage auf den Dächern des Factory Campus eigenen Solarstrom. Mittlerweile produzieren die Anlagen auf dem mehr als 34.000 Quadratmeter großen Gelände jährlich bis zu 311.000 Kilowattstunden – genug, um den Jahresverbrauch von 100 durchschnittlichen Dreipersonenhaushalten zu decken.
Was den Ansatz besonders macht: Laut Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der naturstrom AG, die für die Anlagen zuständig ist, liegt die Eigenverbrauchsquote bei 99 Prozent. Der erzeugte Strom wird also nahezu vollständig direkt auf dem Gelände genutzt – für Büros, Konferenzräume, das Bistro, den IT-Betrieb und die Gemeinschaftsflächen.
Der Factory Campus zeigt, was möglich ist, wenn sich engagierte Unternehmen finden und die enormen Solar-Potenziale auf den Dächern von Gewerbeimmobilien nutzen.
- Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender naturstrom AG
Nachhaltige Mobilität am Arbeitsplatz
Auf dem Campusgelände stehen E-Auto-Ladesäulen und E-Bike-Ladestationen zur Verfügung. Wer mit dem Fahrrad kommt und duschen möchte, findet auch dafür die Infrastruktur vor Ort. Das klingt nach Detail, ist aber für viele ein echter Faktor bei der Entscheidung, wie man zur Arbeit kommt.
Nachhaltige Mobilität am Arbeitsplatz scheitert häufig nicht am guten Willen, sondern an fehlender Infrastruktur. Kein sicherer Fahrradstellplatz, keine Dusche, keine Lademöglichkeit für das E-Bike – und schon bleibt das Auto die einfachste Option. Am Factory Campus sind diese Hürden beseitigt.
Photovoltaikanlage des Factory Campus
Warum geteilte Büroflächen nachhaltiger sein können
Ein wenig diskutierter Aspekt nachhaltigen Arbeitens ist der Flächenverbrauch. Ein Unternehmen mit zehn Mitarbeitenden, das einen eigenen Konferenzraum unterhält, der die meiste Zeit leer steht, ist ineffizient – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch. Bau, Beheizung und Beleuchtung von Räumen, die selten genutzt werden, verbrauchen Ressourcen ohne Gegenwert.
Der Sharing-Gedanke, der einem Workspace wie dem Factory Campus zugrunde liegt, ist in diesem Sinne ein nachhaltiges Prinzip: Konferenz- und Projekträume, Gemeinschaftsküchen, das Bistro, das Mini-Gym – all das steht der gesamten Community zur Verfügung und wird gemeinsam genutzt, statt von jedem Unternehmen einzeln vorgehalten zu werden.
Hinter diesem Prinzip steckt die Idee der Sharing Economy: Ressourcen werden gemeinsam genutzt, statt mehrfach parallel vorgehalten zu werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern reduziert auch den Bedarf an Fläche, Ausstattung und Energie.
Dasselbe gilt für Möbel: Wer am Factory Campus ein Büro mietet, bekommt auf Wunsch Grundausstattung gestellt. Kein neues Büromöbelprogramm, das nach drei Jahren auf dem Sperrmüll landet.
Grün und Gemeinschaft
Auf dem Gelände befinden sich Grünflächen und begrünte Dachflächen, die zur Regulierung des Mikroklimas beitragen und die Aufenthaltsqualität verbessern. Mülltrennung ist Standard. Das Gelände selbst entstand auf einem ehemaligen Industriestandort – der Factory Campus ist kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern die Umnutzung einer bestehenden Fläche.
Hinzu kommt ein Aspekt, der selten unter Nachhaltigkeit gebucht wird, aber dazugehört: die Community. Wer in einem Umfeld arbeitet, in dem andere Unternehmen sitzen, tauscht sich aus, teilt Wissen, entwickelt Ideen weiter. Das ist kein ökologischer Faktor im engeren Sinne, aber es ist ein Argument dafür, dass gute Arbeit nicht zwingend mehr Ressourcen braucht – sondern den richtigen Rahmen.
Was das für die Bürowahl bedeutet
Wer bei der Suche nach einem Büro in Düsseldorf auch Nachhaltigkeitskriterien anlegen möchte, sollte über ein paar konkrete Fragen nachdenken: Woher kommt der Strom? Gibt es Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge und Fahrräder? Werden Flächen geteilt oder werden Ressourcen einzeln vorgehalten? Wie alt ist das Gebäude und wie wurde es gebaut?
Nicht jedes Büro kann auf alle diese Fragen eine gute Antwort geben. Am Factory Campus in Düsseldorf-Lierenfeld gibt es sie.
Häufige Fragen rund um nachhaltige Büros
Was macht ein Büro nachhaltig?
Ein nachhaltiges Büro berücksichtigt nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch Mobilität, Flächennutzung und die Lebensdauer von Gebäuden und Ausstattung. Dazu gehören beispielsweise erneuerbare Energien, gemeinschaftlich genutzte Flächen und eine gute Infrastruktur für nachhaltige Mobilität.
Warum können geteilte Büroflächen nachhaltiger sein?
Gemeinsam genutzte Konferenzräume, Küchen oder Fitnessbereiche reduzieren den Ressourcenverbrauch, da diese Flächen nicht von jedem Unternehmen einzeln vorgehalten werden müssen.
Welche Rolle spielt Photovoltaik bei Bürogebäuden?
Photovoltaikanlagen ermöglichen die lokale Stromerzeugung direkt am Standort und können einen erheblichen Teil des Energiebedarfs eines Bürogebäudes decken.
Worauf sollten Unternehmen bei der Wahl eines nachhaltigen Büros achten?
Neben Lage und Kosten spielen Faktoren wie Energieversorgung, Mobilität, Flächennutzung, Gebäudebestand und gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur eine wichtige Rolle.
Wer sich einen eigenen Eindruck verschaffen möchte: Alle Infos zu Büros und Coworking gibt es in der Preisübersicht. Für einen persönlichen Rundgang einfach einen Besichtigungstermin vereinbaren.